BIG ist sich beim BLAST Bounty Season 2 einmal mehr selbst im Weg gestanden. In der ersten Runde des wichtigen Turniers, mit einem Preisgeld von 500.000 US-Dollar, unterlag das Berliner Team FURIA mit 0:2 – und das in erschreckend einseitiger Manier. Vor allem auf dem eigenen Map-Pick, Inferno, bot BIG eine desolate Vorstellung und musste sich mit nur zwei gewonnenen Runden klar geschlagen geben (2:13).
BIG chancenlos gegen FURIA
Nach dieser kolossalen Nichtleistung scheidet der BIG Clan also erneut frühzeitig aus einem grossen Turnier aus – ein Muster, das sich in den letzten Monaten beunruhigend häufig wiederholt. Die ohnehin schon schwierige Qualifikation für das nächste Major rückt damit in noch weitere Ferne.

BIG ohne Chance auf dem eigenen Map-Pick
Ein Auftakt zum Vergessen: Obwohl Inferno der Map-Pick von BIG war, zeigte FURIA von Beginn an, wer hier das internationale Topteam ist. Die Brasilianer starteten auf der CT-Seite mit einem dominanten 6:0 und liessen BIG in keiner Phase des Spiels Luft zum Atmen. Erst beim Stand von 6:0 konnte das Team um Johannes „tabseN“ Wodarz die erste Runde auf das Scoreboard bringen – doch dabei sollte es nahezu bleiben. Zur Halbzeit stand es bereits 10:2, eine bittere Bilanz für das Team, das sich mehr von seinem eigenen Map-Pick versprochen hatte.
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Nach dem Seitenwechsel folgte der endgültige Genickbruch: Zwar sah es nach der verlorenen Pistol-Round kurz danach aus, als könnte BIG mit dem Force-Buy die Partie vielleicht noch offen gestalten – doch Kaike „KSCERATO“ Cerato hatte andere Pläne. Mit einem spektakulären Play zerstörte er alle Comeback-Hoffnungen der Deutschen und sicherte FURIA die restlichen drei Runden zum 13:2-Endstand.
Ein derartiges Abschlachten auf der eigenen Map kann man schlichtweg nicht schönreden. Es war eine blamable Vorführung.
Dust2 – leichte Besserung, aber erneut zu wenig
Die zweite Map, Dust2, begann wie die erste: FURIA dominierte die Anfangsphase – diesmal allerdings als Terroristen. Wieder stand es schnell 6:0, bevor BIG überhaupt ins Spiel fand. Mit einer kleinen Serie von vier gewonnenen Runden keimte kurz Hoffnung auf, doch FURIA blieb cool und beendete die erste Hälfte mit einer komfortablen 8:4-Führung.
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In der zweiten Hälfte schien BIG nach den ersten gewonnenen Runden ein Lebenszeichen zu senden – doch auch hier sorgte eine verlorene Eco für einen Rückfall in alte Muster. Statt Momentum aufzubauen, verlor BIG den Faden erneut, und FURIA spielte das Spiel souverän zu Ende. 13:8 lautete das Endergebnis – und damit war das Turnier für BIG auch schon wieder vorbei.

BIG bleibt den Beweis schuldig
Die Erwartungen an BIG waren wie so oft hoch – und wie so oft wurden sie enttäuscht. Auf Inferno blamierte sich das Team regelrecht. In einem Turnier mit einfachem KO-System ist kein Platz für Schwächen – schon gar nicht in dieser Form.
FURIA hingegen zeigte, warum sie derzeit zu den konstantesten Teams der Welt zählen. Mit Gabriel „FalleN“ Toledo in Topform ist das Team reif für den nächsten tiefen Run in einem Event. Sie stehen nun im Achtelfinale und behalten auch ihre $30.000-Bounty fürs Erste.
Für BIG hingegen bleiben nur Fragen: Wo steht dieses Team eigentlich noch international? Warum gelingt es nicht mehr, auf Augenhöhe mit den Topteams mitzuhalten? Und vor allem: Wann kommt endlich der Turnaround? Bis dahin bleibt die Realität bitter: ein erneut frühes Ausscheiden. Erneute Enttäuschung. Und das nächste Major – in weiter Ferne.
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