Der Topfavorit ist raus – NAVI eliminiert FURIA in Budapest!

Was für ein Abschluss der Viertelfinals beim Starladder Budapest Major 2025: Natus Vincere hat in einem echten Thriller den Weltranglistenersten FURIA eliminiert und damit das grösste Ausrufezeichen des Turniers gesetzt. Nach einem emotionalen Hin und Her, einem bitteren Einbruch auf Inferno und einer Machtdemonstration auf dem Decider Train zog das Team von Aleksi „Aleksib“ Virolainen sensationell ins Halbfinale ein – und sprengte damit endgültig die Favoritenrolle der Brasilianer.

Aleksib und Co. dürfen weiter von ihrem zweiten Major-Titel in CS2 träumen. | © HLTV

Starker Start, bitterer Rückschlag und ein Déjà-vu auf Inferno

Die Serie begann mit einem klaren Statement von NAVI. Schon auf der ersten Map setzte Ihor „w0nderful“ Zhdanov den Ton, dominierte die Opening-Duelle und brachte FURIA früh aus dem Konzept. Besonders auffällig: Die perfekt abgestimmten A-Execs auf Mirage, mit denen Danil „molodoy“ Golubenko praktisch aus dem Spiel genommen wurde. Der sonst so verlässliche Rookie-AWPer der Brasilianer fand keinen Rhythmus und wirkte über weite Strecken komplett neutralisiert.

Auf Inferno schien NAVI zunächst alles unter Kontrolle zu haben. Mit einer 10:3-Führung auf der CT-Seite stand die Tür zum 2:0 weit offen, ehe das Spiel kippte. FURIA biss sich zurück in die Map, angeführt von Gabriel „FalleN“ Toledo, der mit einem brutalen 1v3-Clutch bei 10:10 das Momentum endgültig drehte. NAVI schaffte es zwar noch, auf 12:11 zu stellen, musste sich in der Overtime aber geschlagen geben – ein mentaler Schlag, der Erinnerungen an frühere Einbrüche weckte.

Totgeglaubte leben länger: NAVIs Machtdemonstration auf Train

Trotz des verlorenen Vorsprungs zeigte NAVI auf dem Decider beeindruckende mentale Stärke. Auf Train liess das Team keinerlei Zweifel mehr aufkommen. Schon die Pistol-Round, in der Aleksib mit einem Triple-Kill auf dem Outer Bombsite glänzte, setzte den Ton für eine einseitige Entscheidung. Die T-Seite von NAVI war taktisch nahezu perfekt vorbereitet, die Rotationen sassen, die Timings passten – und FURIA fand keine Antworten.

Mit einer 9:1-Führung zur Halbzeit war die Map praktisch entschieden. Rookie Drin „makazze“ Shaqiri, statistisch lange unauffällig im Turnier, wuchs über sich hinaus und lieferte auf Train eine absolute Breakout-Performance ab. NAVI spielte die Map souverän zu Ende und machte mit einem deutlichen 13:3 den Upset perfekt – ein Ergebnis, das vor dem Spiel kaum jemand für möglich gehalten hätte.

Erwischte einen gebrauchten Abend, molodoy. | © HLTV

molodoy unter Druck – und FURIAs Titeltraum zerplatzt

So stark NAVI auftrat, so enttäuschend verlief die Serie für FURIA – und besonders für molodoy. Der junge Kazache, der 2025 zu den konstantesten Snipern der Welt zählte, erwischte einen rabenschwarzen Tag. Über die gesamte Serie hinweg blieb er weit unter seinem Niveau, vor allem auf der CT-Seite. Am Ende standen eine 0.81 Rating und lediglich 55.4 ADR zu Buche – Werte, die nicht zum Anspruch des Weltranglistenersten passen.

Natürlich spielte auch der immense Druck eine Rolle: Es war erst das zweite Major seiner Karriere. Dennoch war es genau dieser Leistungsabfall, der FURIA in den entscheidenden Momenten die Durchschlagskraft nahm. Während molodoy zu kämpfen hatte, nutzte NAVI jede Schwäche gnadenlos aus.

Für NAVI ist die Situation keine unbekannte. Wie bereits bei ihrem Major-Triumph 2024 in Kopenhagen als Aussenseiter gestartet, brennt ihr Spirit nun auch in Budapest wieder lichterloh – und das Titelrennen ist nach diesem Viertelfinale völlig offen.

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