G2 hat die BLAST Open London 2025 gewonnen und sich in einem packenden Best-of-Five-Finale gegen den Topfavoriten Vitality durchgesetzt. In der Wembley Arena feierte das Team am Sonntagabend einen 3:2-Sieg, der nicht nur den ersten Titel des Jahres bedeutet, sondern auch ein starkes Signal nach dem Rebuild unter Nemanja „huNter-“ Kovač. Der neue In-Game-Leader führte seine Mannschaft nur zwei Monate nach der Umstrukturierung an die Spitze – ein Beweis dafür, dass G2 schon jetzt wieder zu den besten Teams der Welt gehört.

Ein Finale voller Wendungen
Das Endspiel zwischen G2 und Vitality entwickelte sich zu einer Achterbahnfahrt über fünf Maps. Auf Dust2, dem Pick von Vitality, legte G2 furios los. Das gesamte Team war von Beginn an hellwach und zwang selbst Mathieu „ZywOo“ Herbaut in eine ungewohnt schwache Startphase. Ein klares 13:5 brachte G2 den frühen Vorteil in einem langen Grand-Final.
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Vitality schlug jedoch zurück: Auf Mirage übernahm ZywOo mit einem makellosen Auftritt das Spielgeschehen und führte sein Team zum Ausgleich. Auch auf Overpass war Vitality das stärkere Team. Nach einem kurzen Lauf von G2 drehte vor allem Robin „ropz“ Kool mit wichtigen Multi-Kills die Partie, unterstützt von Shahar „flameZ“ Shushan. Die amtierenden Major-Champions gingen mit 2:1 in Führung und standen schon mit einem Bein auf dem Siegerpodest.
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Doch G2 wehrte sich auf Inferno mit allem, was sie hatten. Nach einem ständigen Hin und Her und einem dramatischen Matchpoint für Vitality rettete sich G2 in die Overtime. Dort sorgten Mario „malbsMd“ Samayoa und Matúš „MATYS“ Šimko mit starken Aktionen dafür, dass G2 die Serie ausglich und das Finale auf die fünfte Map brachte.
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Auf Train fiel schliesslich die Entscheidung. Gleich zu Beginn sorgte der überragende Nikita „HeavyGod“ Martynenko mit einem Ace mit den Dual Berettas für Ekstase in der Arena. Mehrere Clutches des Youngsters und die Dominanz von MATYS in der zweiten Hälfte liessen keinen Zweifel mehr aufkommen: G2 holte sich den Titel in London und setzte damit das letzte Ausrufezeichen in einem epischen Finale.
The moment @G2CSGO crowned themselves Champions in London 👑🇬🇧 pic.twitter.com/7FX7D9bnSB
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Bitterer Rückschlag für Vitality
Für Vitality war die Niederlage ein besonders schmerzhafter Rückschlag. Das Team wartet nach vier Turnieren seit der Sommerpause weiter auf den ersten Titel und liess die grosse Gelegenheit in London ungenutzt. Auf Inferno hatten sie den Sieg bereits in den Händen, doch ein Matchpoint gegen einen sehr schwachen Force-Buy kippte die Serie – ein Fehler, der auf diesem Niveau kaum zu verzeihen ist.
Zwar präsentierte sich ZywOo zwischenzeitlich in Weltklasse-Form, etwa mit seiner dominanten Performance auf Mirage, doch im entscheidenden Moment fehlte die letzte Durchschlagskraft. Auch ropz und flameZ lieferten starke Momente, doch die Konstanz auf allen fünf Maps war nicht gegeben. Die Spieler werden sich fragen müssen, warum das Team, trotz entsprechender Vorsprünge, seit der Sommerpause nicht mehr konstant in der Lage ist, Matches dieser Grössenordnung zu Ende zu bringen.

Fazit: G2 ist zurück in der Weltspitze
Der Triumph in London hebt G2 im globalen Ranking zurück in die Top Five und macht die Organisation zu einem ernsthaften Kandidaten für die kommenden Monate. Besonders auffällig ist die Geschlossenheit, mit der das neu formierte Line-up auftrat. huNter- bewies als neuer Leader, dass er die Mannschaft taktisch stabilisieren kann, während HeavyGod und MATYS zeigten, dass sie auch auf der grössten Bühne bestehen.
Your BLAST Open London Champions, @G2CSGO! 🏆 #BLASTPremier pic.twitter.com/kt0izQ3byw
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Passend dazu wurde HeavyGod zum Most Valuable Player des Turniers gekürt. Mit einer 1.25er-Gesamtwertung, mehreren Clutches im Finale und einer bemerkenswerten Ruhe in den entscheidenden Runden wurde der 23-Jährige zur Schlüsselfigur des Erfolgs. Seine Auszeichnung unterstreicht, dass G2 mehr ist als die Summe seiner Einzelteile – und dass das Team keine Abhängigkeit von einem einzelnen Superstar hat, sondern als Einheit funktioniert.
Mit diesem Sieg hat G2 nicht nur einen prestigeträchtigen Titel geholt, sondern auch die eigene Position im internationalen Topfeld untermauert. Spätestens jetzt muss man sie auch für das im November anstehende Budapest Major ganz oben auf der Rechnung haben.
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