Im ersten Halbfinale des StarLadder Budapest Majors 2025 kam es zum hochkarätigen Duell der beiden letzten Champions. Team Spirit erwischte auf Mirage den deutlich besseren Start und hatte genug Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. Doch Vitality bewies einmal mehr mentale Stärke, kämpfte sich spektakulär zurück und liess Spirit auch auf Dust2 keine Chance mehr. Mit dem 2:0-Erfolg zieht der amtierende Austin-Major-Champion erneut ins Finale ein und darf weiter vom historischen Back-to-back-Titel träumen.
Vitality ist der erste Finalist des Budapest Majors

Spirit dominiert – doch Vitality bleibt dran
Mirage begann ganz nach dem Geschmack von Spirit. Angeführt von Danil „donk“ Kryshkovets überrollte der Major-Sieger von Shanghai Vitality in der Defensive nahezu nach Belieben. Frühe Mid-Kontrolle, saubere Trades und ein spektakulärer USP-S-Triple-Kill von donk sorgten für einen Traumstart. Vitalitys Defaults wurden immer wieder ausgehebelt, langsame Site-Creeps konsequent bestraft – Spirit zog auf 6:1 davon.
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Erst William „mezii“ Merriman hielt Vitality mit mehreren Multi-Kills am Leben. Zwei entscheidende Triple-Kills aus Unterzahlsituationen verhinderten Schlimmeres, doch zur Pause stand dennoch ein ernüchterndes 4:8 aus Sicht der Franzosen und Briten auf der Anzeigetafel. Als Spirit nach dem zweiten Pistol-Round-Erfolg auf 11:4 davonzog und wenig später Map-Point erreichte, schien Mirage bereits entschieden.
Vitality erzwingt Overtime und vollendet das Comeback
Was folgte, war ein beispielloser Collapse von Spirit auf der T-Seite. Ein einzelner Force-Buy blieb der einzige Round-Win, danach übernahm Vitality vollständig die Kontrolle. mezii avancierte endgültig zum X-Faktor: weitere Multi-Kills, ein entscheidender Plant-Denial in letzter Sekunde und konstante Impact-Frags zwangen die Partie in die Overtime.
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Zwar brachte Andrey „tN1R“ Tatarinovich Spirit mit einem 1v2-Clutch noch einmal in Position, und donk sorgte mit einem Triple-Kill aus Sandwich für einen weiteren Map-Point – doch die Unsicherheit war greifbar. Acht Map-Points liess Spirit insgesamt liegen. Vitality blieb eiskalt und schloss das Comeback beim ersten eigenen Matchball mit 19:17 ab.

Spirits Fehler werden auch auf Dust2 bestraft
Auf Dust2 setzte sich der Momentum-Swing nahtlos fort. Mathieu „ZywOo“ Herbaut eröffnete die Map mit zwei Triple-Kills und verschaffte Vitality früh die Kontrolle. Spirit fand zwar nach dem ersten Buy-Round-Setup zurück ins Spiel und hielt die erste Hälfte mit einem aggressiven B-Fokus offen, doch zur Pause stand es lediglich 6:6.
ZywOo 🙏 ZywOo 🙏 ZywOo pic.twitter.com/ZiosRCe5hx
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Nach der dritten gewonnenen Pistol-Round schien Spirit kurzzeitig wieder Oberwasser zu bekommen, doch in den Gun Rounds offenbarten sich massive Schwächen auf der CT-Seite. Besonders auf B hatten die Defensivstrukturen keinen Bestand. Ohne echte Antworten marschierte Vitality zu einem souveränen 13:8 und machte den Finaleinzug perfekt.
They are SO back. 🐝 pic.twitter.com/v57GCMHIEy
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Mit dem Sieg steht Vitality zum zweiten Major in Folge im Endspiel und hat die historische Chance, als erstes Team seit Astralis 2019 zwei Major-Titel hintereinander zu gewinnen. Im morgigen Finale warten entweder FaZe Clan oder Natus Vincere – unabhängig vom Gegner geht Vitality mit maximalem Selbstvertrauen und erneutem Titelhunger in das grosse Finale von Budapest.
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