Vitality-Serie endet – Spirit und MOUZ stehen im Finale der IEM Cologne 2025!

Der Halbfinaltag der IEM Cologne 2025 hatte alles, was man sich als Counter-Strike-Fan wünschen könnte. Über packende Comebacks, unglaubliche Performances der besten Spieler der Welt, bis hin zu zwei würdigen Finalisten, welche am Sonntag, dem 03. August 2025, um die legendäre Trophäe in der Kölner Lanxess Arena spielen werden. Mit Natus Vincere, Team Spirit, Vitality und MOUZ stiegen 4 der weltbesten Teams in den Ring.

Es war oft knapp, etwa im Finale der IEM Melbourne, dennoch fand Vitality immer einen Weg, im Jahr 2025, um doch noch zu gewinnen. Keine einzige Best-Of-Three-Serie verlor das Team seit Januar. Doch im Halbfinale der IEM Cologne 2025, gegen MOUZ, war es schliesslich so weit.

Als es eng wurde für Spirit war Danil „donk“ Kryshkovets zur Stelle und schoss sein Team ins Finale. | © HLTV

Spirit ringt NAVI nieder – donk dominiert erneut

Team Spirit hat es erneut geschafft! Zum vierten Mal in Folge konnten sie Natus Vincere bezwingen und ziehen erstmals in ihrer Geschichte ins Finale der IEM Cologne ein. Besonders Danil „donk“ Kryshkovets bestätigte erneut seinen Status als einer der aufregendsten Spieler des Jahres.

Dabei begann für NAVI alles nach Plan: Auf Mirage legte das Team um Aleksi „Aleksib“ Virolainen einen Traumstart hin. Drin „makazze“ Shaqiri führte sein Team mit einem starken 11-4-Score zu einer schnellen 7:1-Führung auf der T-Seite. Doch Spirit fing sich rechtzeitig – vier gewonnene Runden am Stück sorgten dafür, dass das Spiel nicht vorzeitig entschieden war.

Nach dem Seitenwechsel übernahm Spirit die Kontrolle. donk sorgte mit einem spektakulären Ace auf dem A-Spot für einen echten Momentum-Shift und brachte NAVI endgültig aus dem Rhythmus. Die Map endete knapp 13:11 für Spirit – ein mentaler Nackenschlag für NAVI, das damit die eigene Map abgeben musste.

Auf der zweiten Map, Nuke, wirkte Spirit dann plötzlich wie ausgewechselt. NAVI nutzte die Unordnung gnadenlos aus: makazze glänzte erneut, Aleksib hielt sein Team zusammen, und selbst donk konnte seine gewohnten Impact-Plays nicht auf den Server bringen. Ein früher 10:2-Vorsprung reichte NAVI, um die Map ungefährdet mit 13:9 zu gewinnen.

Doch Ancient sollte die Entscheidung bringen – und Spirit spielte hier wie entfesselt. Früh stellten donk und Co. auf ein klares 10:0 auf der T-Seite. Natus Vincere versuchte noch einmal alles. Valeriy „b1t“ Vakhovskiy hielt sein Team mit einem wichtigen 1v1-Clutch im Spiel, doch der Rückstand war zu gross. Am Ende stand ein ungefährdetes 13:7 – und damit das Ticket fürs Finale.

Für Spirit ist es der nächste Schritt in einer beeindruckenden Saison: Zwei Titel haben sie 2025 bereits geholt – in Köln könnte am Sonntag der dritte folgen.

Erstmals seit dem BIG Clan 2018 steht wieder eine deutsche Organisation im Finale von Köln. | © HLTV

MOUZ beendet die Vitality-Rekordserie

Was für eine Geschichte: MOUZ hat es endlich geschafft, den Fluch zu brechen! Nach sieben Niederlagen in Serie gegen Team Vitality beendete die deutsche Organisation nicht nur diese Negativserie – sondern gleich eine ganze Ära. Vitalitys Serie von sieben Titeln am Stück ist vorbei.

Dabei begann das Halbfinale für das Team von Dan „apEX“ Madesclaire verheissungsvoll. Auf Mirage sorgte Shahar „flameZ“ Shushan in der Pistol-Round mit einem Triple-Kill für den ersten Paukenschlag. Auch Robin „ropz“ Kool zeigte früh, warum er einer der erfahrensten Spieler auf dem Server ist: Ein schöner Multi-Kill mit der FAMAS auf der A-Seite sicherte Vitality einen frühen Vorsprung.

Doch MOUZ liess sich nicht abschütteln: Trotz eines 4:8-Rückstands kämpfte sich das Team mit einer dominanten Pistol-Round auf der B-Site zurück ins Spiel. Von Vitality kam auf der T-Seite nichts mehr. Superstar Mathieu „ZywOo“ Herbaut erlebte einen Abend zum Vergessen: Mit 8 Kills bei 19 Toden und einem Rating von 0.53 spielte er seine statistisch schlechteste Map seit 2022. So ging Mirage mit 13:9 an MOUZ.

Mit Vitalitys Map-Pick Train sollte eigentlich die Wende kommen. In der Vergangenheit hatte das Team oft nach einem Map-Verlust noch das Comeback geschafft. Doch diesmal nicht! Angeführt von Ludvig „Brollan“ Brolin und Lotan „Spinx“ Giladi hielten die Mäuse dagegen, gewannen die zweiten Pistol-Round nach dem Seitenwechsel und verschafften sich so den entscheidenden Vorteil. Vitality schaffte es nur noch, zwei Runden gegen den Matchpoint zu retten. Am Ende besiegelte ein 13:8 das Aus des Titelverteidigers.

Mit diesem Sieg sichert sich MOUZ nicht nur einen Platz im Finale – sondern auch die Chance, sich in der „Cathedral of Counter-Strike“ unsterblich zu machen.

Am Sonntag kommt es also zum grossen Showdown. Spirit vs. MOUZ – zwei Teams, ein Pokal, und eine Lanxess Arena, die bebt. Wer holt sich die Krone von Köln?

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