FlyQuest erlebt beim Starladder Budapest Major 2025 ein dramatisches Auf und Ab. Noch in Stage 1 galt das australische Line-up als eine der Überraschungen des Turniers, marschierte souverän mit 3-0 durch und gab keine einzige Map ab. Viele Experten hielten sie bereits für einen möglichen Playoff-Anwärter. In Stage 2 folgte jedoch der komplette Zusammenbruch: Drei Serien, drei Niederlagen, keine gewonnene Map – und ein klares 0-2 gegen Astralis im entscheidenden Spiel des 0-2-Pools besiegelte das frühzeitige Aus.
FlyQuest muss die überraschend frühe Heimreise antreten!

Vom Höhenflug zum Absturz
Was in Stage 1 noch wie eine Erfolgsgeschichte wirkte, kippte innerhalb weniger Stunden. FlyQuest fand in Stage 2 zu keinem Zeitpunkt zu jener Stabilität zurück, die sie zuvor ausgezeichnet hatte. Die deutliche 2-13-Niederlage gegen Natus Vincere war erschreckend, das 7-13 gegen 3DMAX bestätigte den Negativtrend – und als es gegen Astralis um das Überleben im Turnier ging, verlor das Team endgültig den Halt.
Die Australier wirkten verunsichert, verloren häufig frühe Rundenvorteile und konnten sich auch individuell nicht mehr in Szene setzen. Der Schwung aus der Auftaktphase war vollständig verflogen.
Astralis nutzt FlyQuests Schwäche eiskalt aus
Im entscheidenden Match zeigte sich, wie weit FlyQuest von der Form aus Stage 1 entfernt war. Auf Mirage, ihrer eigenen Map-Wahl, starteten sie zwar mit einem 3-0 auf der T-Seite, doch sobald Astralis ihre Economy ordnen konnte, übernahmen die Dänen das Kommando. Rasmus „HooXi“ Nielsen und Emil „Magisk“ Reif dominierten die erste Halbzeit mit zusammen 22 Frags. Sie führten ihr Team zu einer 8-6-Führung. FlyQuest brach anschliessend komplett ein und schaffte auf der CT-Seite keinen einzigen Rundengewinn. Ein 6-0-Lauf beendete die Map und raubte den Australiern jede Hoffnung.
unc woke up and chose violence @MagiskCS pic.twitter.com/EVE1C90X4n
— Astralis Counter-Strike (@AstralisCS) November 30, 2025
Overpass verlief ausgeglichener. Ein 6-6 zur Pause, starke Aktionen von Iulian „regali“ Harjău und Justin „jks“ Savage, und sogar eine 10-7-Führung liessen FlyQuest kurz hoffen. Doch erneut fehlte die Abgeklärtheit in den entscheidenden Momenten. Astralis spielte die Schlussphase routiniert aus, drehte das Match mit fünf gewonnenen Runden am Stück und schickte FlyQuest in der letzten Runde der regulären Spielzeit endgültig nach Hause.

Astralis überlebt – FlyQuest muss Antworten finden
Für Astralis bedeutet dieser Sieg ein Überleben im Major und die Chance, den Reverse Sweep zu vollenden. Nicolai „device“ Reedtz gab sich nach dem Match optimistisch: „Yes. You have to believe.“
Bei FlyQuest bleibt hingegen vor allem Ernüchterung. Ein Team, das mit einem 3-0 in Stage 1 zu den positiven Überraschungen gehörte, scheidet nur zwei Tage später völlig chancenlos aus. So drastisch kann das Momentum bei einem Major kippen. Die Australier müssen nun analysieren, wie ein solch extremer Leistungsabfall entstehen konnte und warum man in den entscheidenden Momenten nicht mehr konkurrenzfähig war.
End of our journey at the Budapest Major
— FlyQuest CS (@FlyQuestCS) November 30, 2025
GG’s and thank you all for supporting the boys 💚 pic.twitter.com/hjjETV8wYl
Für dieses Major jedoch ist die Reise vorbei – und zwar deutlich früher, als nach dem furiosen Start irgendjemand erwartet hätte.
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