Permitta und die Swiss Championships: CEO Kemal im Interview

Die Swiss Championships sind in vollem Gange und die Teams kämpfen weiterhin um einen Preispool von 3’500 CHF. Dank der Unterstützung von Permitta wurde dieser Preispool möglich. Aus diesem Grund haben wir uns mit Kemal, dem CEO von Permitta und Permitta Esports, zusammengesetzt und ihn mit einigen Fragen zu seiner Person sowie seinen Zukunftsplänen im Bereich Esports in der Schweiz befragt.

Interview mit Kemal CEO von Permitta AG & Permitta Esports

Kemal, könntest du dich kurz vorstellen und uns etwas über deine Rolle bei Permitta AG und Permitta Esports erzählen? 


“Hallo 😉 Ich bin Kemal Tanrikulu, der CEO der Permitta AG und zugleich leite ich unser Esports Abteilung. Ich bin ein begeisterter Esports-Enthusiast und stets offen für innovative Projekte. Neben meiner Tätigkeit bei Permitta AG bin ich auch in mehreren anderen Unternehmen aktiv, die ich gerne in die aufregende Welt des Esports einbeziehe. Für mich bedeutet Esports mehr als nur Videospiele und junge Talente – es ist eine faszinierende und dynamische Branche mit enormem Potential.”
Kemal der CEO von Permitta AG teilt seine Vision für Esports in der Schweiz und ihre Rolle als Swiss Championships Sponsor im Interview.
Quelle: Permitta AG


Lass uns mit Permitta AG beginnen. Könntest du uns erklären, was genau Permitta ist und welche Mission oder Ziele du als CEO hast? 

“Selbstverständlich, sehr gerne! Permitta AG ist aus meiner sicht ein einzigartiger Personaldienstleister, die sich von den grossen Mitbewerber abgrenzt und keinen direkten Wettbewerb mit ihnen sucht. Unsere Mission ist es, junge Talente auf eine besondere Art und Weise zu fördern. Wir glauben an die Kraft der Jugend und möchten sie nicht nur in der Ausbildung begleiten, sondern auch persönlich in ihrer Freizeit supporten.
Wir setzen uns intensiv mit den Zielen und Bedürfnissen unserer jungen Talente auseinander. Ich persönlich investiere Zeit, um sie bei Bewerbungstrainings zu unterstützen und ihre Lebensläufe zu überarbeiten. Wir hinterfragen auch die gängigen Empfehlungen für die Berufswahl und versuchen, die jungen Menschen mit ihren wahren Leidenschaften und Zielen in Einklang zu bringen. Wir möchten sicherstellen, dass sie nicht nur eine Ausbildung absolvieren, sondern auch ihre langfristigen Karriereziele erreichen können. Schliesslich geht es darum, ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Träume zu verwirklichen und sich beruflich zu entfalten.”


Wie hat sich Permitta AG im Laufe der Jahre entwickelt und welche Meilensteine oder Erfolge könntest du hervorheben? 

“Natürlich, Obwohl das Unternehmen bereits seit 2008 besteht, habe ich im Dezember 2020 die Firma übernommen und eine umfassende Neuausrichtung vorgenommen. Dabei habe ich die Produktpalette überarbeitet, das Konzept neugestaltet und das Branding komplett erneuert. 
Meine Leidenschaft für die Personaldienstleistungsbranche, in der ich bereits über 10 Jahre tätig bin, spiegelt sich in Permitta AG wider. Ich habe mein Kerngeschäft als Profitcenter im eigenen Unternehmen etabliert und gleichzeitig neue Profitcenter eingeführt. 
Im Jahr 2020 übernahm ich Permitta und erweiterte das Angebot um Dienstleistungen wie Personaldienstleistung und Projektmanagement neben der ursprünglichen Architektur- und Planungsbranche. In 2021 führte ich eine umfassende Unternehmensumstrukturierung durch, die zu einer Verdopplung unseres Umsatzes führte. 
Im Jahr 2022 wagten wir den Schritt in die Welt des Esports mit der Einführung von Permitta-Esports. Wir konnten bereits erste Erfolge verzeichnen, darunter den Gewinn der Polnischen Meisterschaft in CS:GO. 
2023 registrierten wir Permitta als Marke und erweiterten unsere Präsenz durch Firmenregistrierungen in Italien und Frankreich. Unser Umsatz konnte erneut verdoppelt werden, was auf unser stetiges Wachstum hinweist. 
Und schliesslich, in 2024, steht die Einführung von Permitta AI bevor, ein aufregender Meilenstein, der unsere technologische Entwicklung und Innovationskraft unterstreicht. Wir sind gespannt auf die Zukunft und darauf, wie Permitta AG weiterhin erfolgreich wächst und sich entwickelt.”
Kemal der CEO von Permitta AG teilt seine Vision für Esports in der Schweiz und ihre Rolle als Swiss Championships Sponsor im Interview.
Quelle: Permitta AG


Könntest du uns mehr über die Permitta AG erzählen und wie das Engagement in Esports zu eurer Geschäftsstrategie passt? 

“Ich teile gerne unsere spannende Geschichte bei Permitta und wie unser Engagement im Esports in unsere Geschäftsstrategie integriert ist. 
Ursprünglich begann alles mit 30 COD-Spielern, für die ich lediglich Jerseys und einige Gadgets finanzierte. Damals konnte niemand ahnen, wie weit wir damit kommen würden. Für mich war das Spielen von Call of Duty nach einem stressigen Arbeitstag eine Möglichkeit, mich zu entspannen, mit meinem Team zu lachen und uns im Discord auszutauschen.  
Heute hat sich das Ganze zu etwas Grossem entwickelt. Wir verdienen Preisgelder, arbeiten mit Partnern zusammen und bauen eine engagierte Community auf, die mich bei der Rekrutierung von Talenten für Permitta AG unterstützt. Ich denke sogar darüber nach, dieses Engagement noch offener zu gestalten. Zum Beispiel lege ich 300.- CHF auf ein Rückstellungskonto für jeden Kandidaten, den wir erfolgreich durch die Esports-Community gewinnen + vermitteln können und investiere diesen Betrag bei passender Gelegenheit zurück in die Community. 
Unsere Leidenschaft für Esports hat sich zu einem integralen Bestandteil unserer Geschäftsstrategie entwickelt und ermöglicht es uns, auf einzigartige Weise Talente zu finden und zu fördern. Wir sind stolz darauf, wie weit wir gekommen sind und freuen uns auf die Zukunft im Esports und in der Personalvermittlungsbranche.” 


Permitta AG ist Sponsor der Swiss Championships, könntest du uns erläutern, warum ihr euch entschieden habt, in diese Veranstaltungen zu investieren? 

“Diese Entscheidung war für uns von grosser Bedeutung und beruhte auf mehreren Überlegungen. Wir wollten nicht nur reden, sondern unsere Absichten in die Tat umsetzen. Ich persönlich habe der CS-Community gesagt, dass ich die Schweizer Esports-Szene fördern möchte und die Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit zwei grossartigen Partnern, Esports.ch und Swiss Championships, ergab sich daraus. 
Eine klare Erkenntnis, die ich während dieses Prozesses gewonnen habe, ist, dass es viele junge Leute gab, die in Gesprächen viel versprochen haben, aber letztendlich wenig, bis nichts geliefert haben. Es waren viele leere Versprechungen und Zeitverschwendung, um ehrlich zu sein. Mit Esports.ch haben wir jedoch eine offizielle und etablierte Plattform gefunden, die eine langfristige Perspektive bietet. Als Aktiengesellschaft sind wir verpflichtet, vorbildlich zu handeln, daher haben wir uns entschieden, lieber in die Strategie-empfehlung und Zukunft von Esports.ch zu investieren, anstatt in leere Versprechungen wie 2022. Dieser Schritt ermöglicht es uns, einen nachhaltigen Beitrag zur Esports-Community zu leisten und gleichzeitig unsere eigenen Ziele zu verfolgen.”
Esports.ch lanciert eine Community-Plattform: Turniere, Rätsel und Swiss Championship. Erweiterungen und spannende Features in Zukunft!
Quelle: esports.ch


“Ich habe eine Vision für die Zukunft, in der immer mehr Menschen den digitalen Sport verfolgen und sich weniger auf aktiven körperlichen Sport konzentrieren. Esports-Arenen könnten in Zukunft aktiver genutzt werden als grosse Stadien, die nur noch 20% ihrer Tickets verkaufen. Ich sehe Esports als eine kompakte und effiziente Form der Unterhaltung, die unsere Gesellschaft optimiert. Physischer Sport wird nie verschwinden, aber die Art der Interessen könnte sich ändern. Zum Beispiel könnten mehr Menschen von traditionellen Sportarten wie Fussball zu Fitnessaktivitäten wechseln. 
Um nun auf deine Frage zurückzukommen, muss ich leider sagen, dass die Esports-Szene in der Schweiz noch viel Potenzial hat. Anstatt ihre Kräfte zu bündeln und gemeinsam an Projekten zu arbeiten, versuchen viele Einzelne, mit begrenzten Ressourcen und minderwertiger Qualität Aufmerksamkeit zu erregen. Dies führt oft dazu, dass Projekte aufgegeben werden, weil sie nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen. 
Ich bin der Meinung, dass die Esports-Szene in der Schweiz erst dann richtig aufblühen wird, wenn wir eine starke Gemeinschaft und Dynamik entwickeln. Im Vergleich zu den USA hinkt Deutschland etwa 5 Jahre hinterher, und die Schweiz liegt meiner Einschätzung nach etwa 3 Jahre hinter Deutschland zurück, wenn es um solche Themen geht. Klarere Strukturen und gemeinsame Anstrengungen könnten den Esports in der Schweiz einen bedeutenden Schub verleihen.”


Gibt es spannende Projekte oder Pläne von der Permitta AG, die du mit uns teilen möchtest?

“In der Tat arbeiten wir derzeit an mehreren vielversprechenden Fronten. Wir haben unser internes Team sowohl bei Permitta AG als auch bei Permitta Esports verstärkt. Es gibt einige aufregende Projekte in der Pipeline, von denen ich gerne mehr erzählen würde, aber es hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, die die Umsetzung beeinflussen könnten. Wir bleiben jedoch flexibel und bereit, auf die sich entwickelnden Möglichkeiten und Herausforderungen in der Zukunft zu reagieren. Bleibt gespannt auf weitere Ankündigungen von Permitta!”


Wie ist die Idee für die Gründung von Permitta Esports entstanden und warum hast du dich dazu entschieden, in diese Branche einzusteigen? 

“Die Idee für Permitta Esports kam eigentlich durch eine Anfrage von einer Organisation zustande, die mich gefragt hat, ob ich als Content Creator für sie tätig sein möchte. Obwohl ich eigentlich keine Content-Maschine bin, habe ich mich dazu entschlossen, es auszuprobieren – why not? 
Während meiner Einblicke in die Esports-Branche habe ich jedoch festgestellt, dass diese Organisationen aus unternehmerischer Sicht viele Dinge falsch gemacht haben. Das hat mich dazu inspiriert, darüber nachzudenken, ob ich es nicht besser machen könnte. Viele Spieler kamen auf mich zu und fragten, warum ich nicht meine eigene Esports-Initiative starten würde. Ich verfügte über das notwendige Verständnis, die finanziellen Mittel und die zwischenmenschlichen Fähigkeiten, um erfolgreich in dieser Branche zu agieren.
Nach Gesprächen mit Ritschi und Joshua haben wir beschlossen, gemeinsam Permitta Esports zu gründen und in diese aufregende Welt einzusteigen. Es war eine Entscheidung, die auf unserem gemeinsamen Wunsch basierte, die Esports-Branche zu verbessern und unseren Beitrag zu leisten.”
Kemal der CEO von Permitta AG teilt seine Vision für Esports in der Schweiz und ihre Rolle als Swiss Championships Sponsor im Interview.
Quelle: Permitta Esports


Welche Herausforderungen siehst du in der Entwicklung und Förderung von Esports in der Schweiz und wie plant Permitta AG, diesen Herausforderungen zu begegnen? 

“Eine der Herausforderungen, die wir in der Esports-Branche in der Schweiz sehen, betrifft die Balance zwischen Gaming und dem Leben ausserhalb des Computers. Manchmal bemerke ich selbst, wie viel Zeit ich vor dem Bildschirm verbringe, sei es im Büro oder nach der Arbeit, wenn ich mit meinen Freunden spiele, um zu entspannen. Es gab Momente, in denen ich die Jungs und Mädels förmlich dazu ermuntern musste, an die frische Luft zu gehen und ein wenig Bewegung zu machen, um unseren Körper wieder zu spüren. 
Ein weiteres Beispiel ist die Situation auf Veranstaltungen wie der SwitzerLAN, bei der die Teams oft gezwungen sind, 15-17 Spiele hintereinander zu spielen, um den Zeitplan einzuhalten. Das kann physisch und mental sehr anspruchsvoll sein. 
Eine der Lösungen besteht darin, die Akzeptanz von Esports in unserer Gesellschaft zu steigern und mehr Aktivitäten zu fördern, die einen Ausgleich zum Gaming bieten. Es geht darum, dynamische und gesunde Aktivitäten zu fördern, um die Game-Life-Balance zu unterstützen. Permitta plant, in diese Richtung zu arbeiten, indem wir Initiativen zur Förderung von körperlicher Gesundheit und Ausgleich für Esportler unterstützen und gleichzeitig die Sensibilisierung für diese Herausforderungen erhöhen. Wir möchten eine umfassende Esports-Kultur entwickeln, die sowohl den geistigen als auch den körperlichen Aspekt berücksichtigt.”


Inwiefern seht ihr das Potenzial von Esports als Bildungs- und Karrieremöglichkeit für junge Menschen in der Schweiz? 

“Es ist klar erkennbar, dass Esports als Bildungs- und Karrieremöglichkeit für junge Menschen in der Schweiz Potenzial hat. Obwohl es noch zu früh ist, um es als eine etablierte Karriere zu bezeichnen, zeigt die steigende Nachfrage nach Esports, dass es eine vielversprechende Zukunft in diesem Bereich gibt. 
Wir beobachten bereits, wie in der EU mehrere neue Studiengänge im Bereich Esports eingeführt werden. Bei Permitta AG haben wir zum Beispiel zwei Vollzeitpraktikanten, die ein Esports-Studium absolvieren und ihr Pflichtpraktikum bei uns absolvieren. Dies ist ein gutes Zeichen für die wachsenden Bildungsmöglichkeiten im Esports-Bereich. 
Es ist wichtig, dass junge Menschen die Chance haben, ihre Leidenschaft für Esports in eine Karriere umzuwandeln, sei es als Spieler, Trainer, Manager, oder in anderen Berufsfeldern innerhalb der Esports-Branche. Die steigende Akzeptanz und das wachsende Interesse an Esports sind vielversprechende Anzeichen für die Zukunft dieser aufstrebenden Branche in der Schweiz.”


Welche Veranstaltungen oder Projekte plant Permitta AG in der nahen Zukunft und welche Ziele verfolgt ihr damit? 

“Unser vorrangiges Ziel ist es, unsere Präsenz und Aktivitäten in der Schweiz weiter zu stärken. Wir planen, je nach Rückmeldungen und Feedback während oder nach unseren Veranstaltungen, unsere Strategie weiter zu verfeinern und an die Bedürfnisse unserer Community anzupassen. Es ist an der Zeit, unsere Dankbarkeit gegenüber der Community in Form von aufregenden Aktivitäten und Projekten zu zeigen. Wir sind gespannt auf die Zukunft und darauf, wie wir unsere Ziele gemeinsam mit der Esports-Community erreichen können.”
Das Logo von Permitta-Esports
Quelle: Permitta Esports


Gibt es noch etwas, das du unseren Lesern oder der Esports-Community in der Schweiz mitteilen möchtest? 

“Absolut! An die Esports-Community in der Schweiz möchte ich sagen, dass wir sehr dankbar für eure Unterstützung und eure Leidenschaft für Esports sind. Wir glauben an das enorme Potenzial dieser Branche und sind entschlossen, sie in der Schweiz weiterzuentwickeln.
Gemeinsam können wir die Esports-Szene in der Schweiz auf ein neues Level heben. Wir freuen uns auf zukünftige Projekte, Veranstaltungen und Aktivitäten, bei denen wir gemeinsam Spass haben und wachsen können. Bleibt engagiert und leidenschaftlich für das, was ihr liebt und lasst uns gemeinsam die Esports-Community in der Schweiz stärken. Vielen Dank für eure Unterstützung!”


Abschliessend, könntest du uns einen Einblick in deine persönlichen Leidenschaften und Interessen im Esports-Bereich geben und wie sie deine Arbeit als CEO beeinflussen? 

“Ich denke, viele von euch kennen das Gefühl: Man wird älter, hat Familie und Verantwortlichkeiten und es scheint, als ob man nicht mehr so viel Freizeit hätte. In meinem Fall könnte man denken, dass ich in meinem Alter nur noch schick auswärts essen gehe, reise und ähnliches. Tatsächlich möchte ich jede freie Minute, die ich nicht beruflich verbringe, am liebsten mit meinen Freunden in einer Esports-Partie verbringen. Es gibt nichts Besseres, als gemeinsam zu spielen, eine Runde nach der anderen, bis meine Freundin mich freundlich daran erinnert, dass es Zeit ist, ins Bett zu gehen. 😊 
Als CEO von Permitta AG und Permitta Esports ist meine persönliche Leidenschaft für Esports eine treibende Kraft hinter unseren Entscheidungen und Strategien. Dies ermöglicht mir, die Bedürfnisse der Esports-Community besser zu verstehen und sicherzustellen, dass unsere Aktivitäten und Projekte ihren Interessen entsprechen. 
Mein persönlicher Bezug zu Esports beeinflusst positiv unsere Arbeit und trägt dazu bei, dass Permitta AG und Permitta Esports erfolgreich in dieser aufstrebenden Branche sind. Es ist eine Bereicherung, meine Leidenschaft in meine Arbeit einfliessen zu lassen und ich freue mich darauf, diese Leidenschaft mit der gesamten Esports-Community zu teilen.”

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